Weisweiler Elf triumphiert beim AOK Traditionsmasters

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Vor ausverkaufter Kulisse in der Berliner Max-Schmeling-Halle sicherte sich die Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach den Sieg beim Finale der Budenzauer-Serie. Das AOK Traditionsmasters bot den Zuschauern zum wiederholten Male ein einzigartiges Fußball-Spektakel. Auch dieses Mal nahmen sechs Traditionsteams am Turnier teil. Neben den gesetzten Mannschaften Hertha BSC, Union Berlin und Titelverteidiger 1. FC Nürnberg qualifizierten sich in diesem Jahr auch Borussia Mönchengladbach und der VfL Osnabrück. Das Teilnehmerfeld komplettierten die Iceland Legends.


Titelverteidiger mit Startschwierigkeiten

Das erste Spiel der Gruppe A bestritten die Sieger der Qualifikationsturniere in Krefeld und im Emsland, Borussia Mönchengladbach und der VfL Osnabrück. Die Gladbacher, mit Fußball-Legenden um Andriy Voronin und Mike Hanke gespickt, überzeugten vor allem durch sehenswerte Spielzüge. Am Ende sprang ein ungefährdeter 6:3-Erfolg heraus. Danach trafen die Fohlen auf den Titelverteidiger 1. FC Nürnberg. Die Clubberer visierten auch in diesem Jahr den Sieg an, obwohl Marek Mintal – Torschützenkönig und zugleich bester Spieler der letztjährigen Auflage – krankheitsbedingt absagte. In ihrem ersten Spiel mussten sich die Nürnberger allerdings mit 3:4 geschlagen geben. Damit sicherte sich Borussia Mönchengladbach den Gruppensieg. Im letzten Spiel der Gruppe A ging es also für den 1. FC Nürnberg und den VfL Osnabrück um alles oder nichts. Die umkämpfte Partie endete 1:1. Aufgrund des besseren Torverhältnisses qualifizierte sich der Titelverteidiger aus Nürnberg für das Halbfinale.

Union überragt in Gruppe B

Die erste Partie der Gruppe B entpuppte sich zu einer klaren Angelegenheit. Die Iceland Legends um Ex-Herthaner und Kapitän „Jolly” Sverrisson reisten zwar mit einigen ehemaligen isländischen Nationalspielern an, doch gegen die erfahrene Traditionself des 1. FC Union hatten die Isländer wenig entgegenzusetzen. Den ersten Treffer der Partie erzielte Fan-Ikone Torsten Mattuschka unter frenetischen Jubel. Die Eisernen spielten sich Chance um Chance heraus und gewannen mit 8:1. Im zweiten Spiel der Gruppe B standen die Iceland Legends einem echten Titelanwärter gegenüber: Hertha BSC. Die Alte Dame gewann bereits 2014 und 2015 das Turnier und verstärkte sich im Vorfeld mit der Stürmer-Legende Marko Pantelic. Dieses Mal machten es die Isländer wesentlich besser als im ersten Spiel gegen den 1. FC Union. Erst kurz vor der Halbzeitpause erzielte die Hertha den ersten Treffer. Am Ende sprang allerdings ein souveränes 4:1 für die Herthaner heraus. Im letzten Gruppenspiel kam es zum heiß ersehnten Berliner Derby zwischen Hertha und Union. Wie bereits in den letzten Jahren verwandelte sich die Max-Schmeling-Halle zu einem echten Hexenkessel. Dabei kamen die Fans ganz auf ihre Kosten. Es entwickelte sich ein sehenswerter Schlagabtausch, den die Eisernen am Ende mit 5:2 für sich entscheiden konnten. Dieser Sieg bedeutete zugleich den ersten Platz der Gruppe B für die Köpenicker.

Torreiche Halbfinal-Spiele

Im ersten Halbfinale traf Hertha BSC auf den Sieger der Gruppe A, Borussia Mönchengladbach. Nachdem die Elf vom Niederrhein bereits 4:1 in Führung ging, kämpfte sich die Hertha noch einmal heran. Der Sieg ging jedoch an die Gladbacher, die sich mit einem 5:4 den Einzug ins Finale sicherten. Die Siegesserie des 1. FC Union riss auch im Halbfinale gegen den Titelverteidiger 1. FC Nürnberg nicht ab. Wieder überzeugten die Unioner auf allen Ebenen. Durch Tore von Union-Legenden wie Steffen Baumgart und Ronny Nikol sprang ein ungefährdetes 6:1 heraus.

Im Spiel um Platz 3 traf die Hertha nun auf die Nürnberger. Die erste Halbzeit war vom Abtasten beider Teams geprägt und endete 1:1. In der zweiten Hälfte drehten die Herthaner nochmal richtig auf und zeigten ihre individuelle Klasse. Den Fans der Blau-Weißen wurde eine echte Tor-Show geboten. Nach der herben Schlappe im Halbfinale gegen Union unterlagen die Nürnberger auch Hertha BSC mit 1:6.

Packendes Endspiel

Mit dem 1. FC Union und Borussia Mönchengladbach standen die beiden besten Teams des Turniers im Finale – da waren sich die meisten Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle einig. Es entwickelte sich ein ordentlicher Schlagabtausch zwischen den beiden Teams. Nachdem Andriy Voronin die Gladbacher in Führung brachte, glich Steffen Baumgart kurze Zeit später wieder aus. Mit einem leistungsgerechten Unentschieden ging es in die Halbzeitpause. In der zweiten Hälfte brachte Jörg Albertz die Gladbacher durch das 2:1 wieder auf die Siegerstraße. Dennoch gaben sich die Unioner nicht auf. Ihre Chancen konnten sie allerdings nicht in Zählbares ummünzen. Als Andriy Voronin wenige Sekunden vor dem Ende für das 3:1 sorgte, war das Spiel entschieden. Die Gladbacher feierten ausgelassen ihren ersten Turniersieg beim AOK Traditionsmasters.

Torsten Mattuschka räumte bei den Auszeichnungen ab

Bevor Borussia Mönchengladbach den Pokal entgegennehmen durfte, zeichneten die Verantwortlichen des Turnieres noch verschiedene Spieler für besondere Leistungen aus. Die Auszeichnung zum besten Torwart erhielt der 48-jährige Gladbacher Jörg Kaessmann. Die erfolgreichsten Torschützen waren Chiquinho von Borussia Mönchengladbach und Dariusz Wosz von Hertha BSC. Ein Akteur räumte sogar mehrmals ab: Torsten Mattuschka wurde bester Spieler und Publikumsliebling.

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