Interview mit Martin Max

Gleich zweimal konnte sich Martin Max in seiner Spielerkarriere die Torjägerkanone in der ersten Bundesliga sichern. Seine Treffsicherheit stellte er auch in vier Jahren beim FC Schalke 04 unter Beweis. Mit den Knappen feierte 1997 mit dem Gewinn des UEFA-Cups seinen größten sportlichen Erfolg. Seine Karriere begann er allerdings beim heutigen Auftaktgegner der Königsblauen.  

Herr Max, mit dem FC Schalke 04 spielen sie das erste Mal beim Budenzauber Emsland. Gleich zu Beginn treffen sie auf Borussia Mönchengladbach, wo sie 1989 ihre fußballerische Profilaufbahn starteten. Was gab den Ausschlag nach ihrer aktiven Zeit für die Traditionsmannschaft der Knappen zu spielen?

Ich bin von klein auf ein Schalker und lebe jetzt auch wieder in Recklinghausen, wo ich damals mit dem Fußballspielen angefangen habe. Von daher war die Entscheidung von Anfang an klar. Ich hatte damals aber auch eine schöne Zeit in Mönchengladbach und freue mich die Jungs beim Turnier wiederzusehen.

Bei ihrer ersten Teilnahme beim Budenzauber im Krefelder KönigPALAST vor zwei Jahren, sprang am Ende gleich der Titel heraus. Können wir selbiges auch in der EmslandArena erwarten?

Erst einmal müssen wir unsere schwere Vorrundengruppe überstehen, das wird schon schwierig genug. Aber natürlich wollen wir gewinnen und wieder nach Berlin. Auch dort sind wir gleich bis in das Endspiel gekommen und haben erst im Neunmeterschießen gegen den 1. FC Nürnberg verloren. Da haben wir Blut geleckt und allen im Team hat es sehr gut gefallen.

Haben sie als Vollblutstürmer auch die Torjägerkanone im Blick oder spielt diese eine Nebenrolle?

Das habe ich eigentlich nie gehabt. Für mich steht der Mannschaftserfolg an erster Stelle. Ich werde mit Sicherheit kein Sekt aufmachen, wenn das Jubiläum der gewonnen Torjägerkanonen ansteht. Viel schöner ist es doch, so wie in diesem Jahr mit den Eurofightern zu feiern.

Sie sprechen es an. Vor zwanzig Jahren gewannen sie mit den Königsblauen im Guiseppe-Meazza-Stadion gegen Inter Mailand den UEFA-Pokal. Welche Erinnerungen haben sie an diese Zeit und was machte die legendären „Eurofighter“ so besonders?

Es war einfach eine Mannschaft wo der Teamgeist an erster Stelle stand. Das war ja damals eine riesen Sensation womit niemand rechnete. Dieses Endspiel mit dreißigtausend Schalkern im Stadion bleibt einfach unvergessen. Und dann der Schuss im Elfmeterschießen, das war der wichtigste in meinem Leben und Gott sei Dank war der drin.

Sie gehörten neben Ingo Anderbrügge, Olaf Thon und Marc Wilmots zu den vier treffsicheren Schützen. Wissen sie noch was ihnen damals auf dem Weg zum Elfmeterpunkt durch den Kopf ging?

Zum Glück nicht viel. Ich hatte damals nicht damit gerechnet zu den Schützen zu gehören, denn es war ja auch mein erster Elfmeter für Schalke. Ich dachte mir aber der Huub Stevens wird schon wissen was er da tut (lacht). Das Tor ist vor der Mailänder Kurve immer kleiner geworden und ich dachte mir nur, schön auf den Ball gucken und nicht nach oben.

Nach ihrer Zeit beim FC Schalke liefen sie bei den Münchener Löwen noch einmal zur Hochform auf und wurden 2000 und 2002 Torschützenkönig der ersten Bundesliga. Auch in ihrer letzten aktiven Saison beim F.C. Hansa Rostock erzielten Sie noch einmal zwanzig Treffer. Trifft auf sie der Spruch „je Älter desto besser“ besonders gut zu?

Ich glaube, das ist bei einem Stürmer völlig normal, da zählt mehr die Erfahrung als andere Sachen. Du bekommst im Laufe der Jahre für gewisse Situationen einfach das Gefühl an der richtigen Stelle zu stehen. Aber als Angreifer bist auch von den richtigen Zuspielen von deinen Mannschaftskollegen abhängig. Deswegen sage ich auch immer die Mannschaft steht über allem.

Von den klassischen Mittelstürmern hat es in den letzten Jahren nicht mehr viele in der deutschen Nationalmannschaft gegeben. Wie bewerten sie diese Situation?

Ich finde ohne richtigen Mittelstürmer geht es nach wie vor nicht und halte von Sachen wie der falschen Neun nichts. Er ist der Torjäger in der Mannschaft, der am Ende den Unterschied ausmacht. Und trotz aller Systeme heutzutage, am Ende muss der Ball im Netz zappeln.

Sollten sie heute in das Finale einziehen und es zum Neunmeterschießen kommen, sehen wir sie dann als Schützen?

Selbstverständlich! Ich bin einer der Ältesten in unserer Mannschaft und habe mich noch nie vor der Verantwortung gedrückt.

Tickets ab 9,50 € zzgl. VVK für den Budenzauber Emsland mit 5 Stunden live Fußball sind im Ticketshop, unter der Hotline: 01806-999 0000 (20 Cent/je Anruf aus dem dt. Festnetz, 60 Cent/je Anruf aus den Mobilfunknetzen) und an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

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